Dienstag, 24.03.
Johannes 18,15-18: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Der Hohepriester war der Chef von den Priestern und war wie ein Richter: wenn es Streit gab, hat er ihn geschlichtet. Wenn jemand etwas Böses gemacht hat, konnte der Hohepriester ihn verurteilen und ihm eine Strafe geben.
Damals hatten Häuser von reichen Menschen oft einen Innenhof, um den eine Mauer war. Man musste durch ein Tor hineingehen, das bewacht wurde. Der eine Jünger durfte hineingehen, weil er jemanden kannte, der am Hof vom Hohepriester war. Der andere, Petrus, musste erstmal warten, bis der andere Jünger der Pförtnerin die Situation erklärt hatte.
Stellt euch in einen Kreis. Nehmt ein Wollknäuel und werft es euch gegenseitig zu. Wenn jeder das Wollknäuel einmal hatte, versucht ihr zusammen, den Faden wieder zurück zu verfolgen und aufzurollen. Das ist gar nicht so einfach!
Erklärung/Gespräch mit den SuS: Wenn man mit dem Lügen anfängt, kann es passieren, dass man sich total darin verstrickt und gar nicht mehr rauskommt, im Gegenteil, man sich immer noch mehr Lügen überlegen muss. Trotzdem kann es passieren, dass wir lügen, dann kann Jesus uns helfen, das Chaos zu entwirren.
- Was denkst du: Warum wollte Petrus mit in den Hof?
- Petrus hat gelogen. Was denkst du, warum?
- Wie findest du, dass er gelogen hat und warum?
- „Lügen haben kurze Beine“. Das ist ein Sprichwort. Was könnte das mit dem Text zu tun haben?
Etwas aus dem eigenen Leben erzählen, wo eine Lüge zu einem riesigen Lügenhaufen geworden ist
Oder
Etwas zum Thema Lügen können Chaos anrichten erzählen:
Petrus hat gelogen. Es hat sogar super funktioniert: er durfte auch mit in den Hof des Hohepriesters gehen. Ein paar Kapitel weiter vorne steht, wie Jesus ihn gewarnt hat (Johannes 13,38). Er hat gesagt: „Du wirst drei Mal lügen, und so tun, als ob du mich nicht kennst“. Daran dachte Petrus in der Situation wahrscheinlich nicht mehr. Das wirklich Fiese an Lügen ist, dass man sich in sie verstricken kann. Wir sehen in den nächsten Versen, wie Petrus immer wieder lügen musste. Er musste lügen, damit nicht herauskam, dass er schon einmal gelogen hatte. Was für ein Durcheinander! Es ist total menschlich, dass wir lügen, oder andere Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollen. Manchmal sind wir nicht so stark, wie wir gern wären. Wie gut ist es, dass wir wissen, dass Jesus uns trotzdem liebt. Das können wir später noch lesen: Jesus wollte trotzdem noch etwas mit Petrus zu tun haben. (Johannes 21, 15-19)
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