Donnerstag, 02.04.
Johannes 19,23 – 27: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
- Gute, besondere Kleidung gehörte damals zu Reichtum. Kaum einer hatte mehrere Stücke zur Auswahl. Die Aufteilung der Kleidung Verurteilter gehörte zum Soldatenrecht.
- Jesus Untergewand ist kostbar, weil es aus einem Stück gewebt, also nicht aus verschiedenen Stücken zusammengenäht wurde. Solche Untergewänder trugen auch die Hohenpriester Israels (siehe 2. Mose 28,39). Der Hebräerbrief erklärt uns Jesus als den Hohepriester (Stellvertreter der Menschen vor Gott) Hebräer 4,14f. Hier ein „textiler“ Hinweis?
- Die Fürsorgepflicht des ältesten Sohnes für die alte Mutter. Sogar in dieser Extremsituation sorgt Jesus für seine (sehr wahrscheinlich verwitwete) Mutter. Jesus befiehlt seine Mutter der Fürsorge einem der jüngeren Jünger an. Das ist wahrscheinlich Johannes, der sich in dem Evangelium, das er selbst schreibt, nicht selbst mit Namen nennt.
Eckenspiel: Jede Raumecke wird mit einer Fragestellung/Person bezeichnet. Die SuS ordnen sich zu und kommen miteinander ins Gespräch:
- Welche Stimmung passt für dich zu dieser Begebenheit? Welcher Person/Personenkreis würdest du sie zuordnen? Ecke 1: Gleichgültigkeit, Ecke 2: Verzweiflung, Ecke 3: Genugtuung, Ecke 4: Ergebenheit
- Wen aus der Geschichte würdest du am liebsten einmal befragen? Was würdest du fragen?: - die Soldaten, - die Priester, - die Freunde von Jesus, - Jesus
- Ist dir schon einmal eine größere Aufgabe übergeben worden? (z.B. für ein Haustier sorgen, jemanden besuchen…)
- Wie war /ist das für dich?
- Gibt/gab es Reaktionen von anderen darauf?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du dich von Jesus berufen gefühlt hast.
Oder
Etwas zum Thema Unsere Aufgaben erzählen:
Das habe ich in meiner eigenen Schulzeit erlebt: Eine Lehrerin fragte mich vor der letzten Stunde, ob ich den Abwasch im Lehrerzimmer machen würde. Der Geschirrspüler war kaputt. Ich mochte die Lehrerin und statt Unterricht etwas Praktisches tun- warum nicht. Allerdings war das Geschirr schon sauber, als ich in die Küche kam. Eine Kollegin hatte schon alles erledigt. Zurück in der Klasse funkelte mich eine Klassenkameradin böse an, weil ich mich ja wohl nur einschleimen wollte mit meinem Angebot den Abwasch zu machen. Ich weiß heute noch, dass ich total perplex von diesem Angriff war, weil ich gar nicht auf die „Einschleim-Idee“ gekommen war. Unsere Lehrerin hatte mich ja um den Gefallen gebeten.
An solchen Situationen möchte ich lernen, nicht immer gleich Schuld und Böses zu vermuten. Und auch fröhlich Aufgaben übernehmen ohne mich von Gedanken belasten zu lassen, was andere wohl dazu sagen würden.
Bibellesebund Deutschland
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