Montag, 11.05.
Rut 2,17-20: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Ähren sind der obere Teil der Getreidehalme, wo sich das Korn befindet. Man muss die Körner „ausklopfen“, damit die sie rausfallen. Getreidekörnerwaren damals das Hauptnahrungsmittel. Man machte aus ihnen Brot, konnte sie aber auch rösten oder auf andere Art zubereiten.
Jemanden segnen bedeutet, ihm das Beste von Gott zu wünschen. Noomi war Boas dankbar, dass er Rut geholfen hatte, deshalb spricht sie ihm Gottes Segen zu.
Löser ist der nächste männliche Verwandte. Er muss helfen, wenn jemand in der Familie in Not gerät und für dessen Rechte eintreten. Auf diese Weise sollte versucht werden, den Besitz in der Familie zu halten. Es ging darum, Schulden zu begleichen, mit Essen oder anderen Dingen zu versorgen und auch die Witwe seines verstorbenen Bruders zu heiraten, wenn der keine Kinder hatte.
Die SuS werden in 4 Kleingruppen eingeteilt. Jede Gruppe spielt einen Vers (pantomimisch) nach, während der Vers gelesen wird.
- Wie habt ihr euch als Rut/Noomi gefühlt?
- Was denkt ihr, wieso haben sie sich so verhalten?
- Was denkst du: Warum war Noomi so begeistert von der Menge des gesammelten Korns?
- Hast du schon mal etwas erlebt, wo du sofort gesagt hast: Jetzt weiß ich, dass Gott mich nicht im Stich gelassen hat? Was war das?
- Statt bitter zu werden, hilft es dankbar zu sehen, was Gott schenkt. Wofür bist du dankbar?
- Was glaubst du, wäre eine angemessene Möglichkeit, Gott danke zu sagen, für das Gute, was er dir schenkt? Sammelt gemeinsam Ideen.
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du erlebt hast, dass du sich einsetzt, um etwas zu erreichen, aber auch andere sich dafür eingesetzt haben bzw. Gott Gelingen geschenkt hat.
Oder
Etwas zum Thema Segen erzählen:
Rut war super fleißig. Sie und Noomi brauchten ja dringend etwas zu essen – und sie tut alles dafür, dass das auch klappt. Damals war es so üblich, dass Menschen, die keinen eigenen Besitz hatten, die liegengebliebenen Ähren einsammeln durften In dem Abschnitt vor dem Text von heute kann man nachlesen, dass der Feldbesitzer Boas zu seinen Arbeitern sagt, dass sie Rut gut behandeln sollen. Und er sagt sogar: „Lasst ruhig ein bisschen mehr übrig als sonst…“ Ganz schön großzügig! Als Rut mit den 17 kg Getreide nach Hause kommt, erkennt Noomi, dass alles gut von Gott zusammengefügt wurde. Sie erfährt, dass Gott sich kümmert, auch wenn sie lange dachte, dass er sie vergessen hat. Sie war so verzweifelt und bitter, aber jetzt sieht sie, dass Gott immer noch da ist. Das macht sie dankbar. Sie spricht Boas den Segen Gottes zu, weil sie weiß, dass Gott dahintersteckt und alles so geführt hat.
Die SuS sollen versuchen, Bücher im Gewicht von 17 kg zusammen zu stellen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Korn Rut gesammelt hat.
Material: Waage, Bücher
Oder
Das Lied Nie, nie, nie vergess ich ist eine Erinnerung, dass Gott uns mit so vielem beschenkt. Lass dich davon anstecken und dafür die Augen öffnen:
https://www.youtube.com/watch?v=Hrz7GpMHQ04&list=RDHrz7GpMHQ04&start_radio=1
Bibellesebund Deutschland
Lockenfeld 2
51709 Marienheide
Telefon 02261 54958-0