Donnerstag, 29.01.
Jona 1,12-16: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Jona („Taube“) war ein Israelit und Prophet. Er lebte ca. 780 v. Chr. Sein Auftrag war es, Menschen in Ninive Nachrichten von Gott weiterzusagen. Vor diesem Auftrag war er geflüchtet (Verse 1-3). Gott schickte einen heftigen Seesturm, um Jona wachzurütteln (Vers 4). Jona erkannte seine Schuld und dachte: Für ihn gibt es keine Rettung mehr. Er muss zur Strafe sterben! Er wollte, dass er geopfert wird, damit die anderen Seeleute gerettet werden (Vers 12).
Opfertier: Ein Geschenk für Gott. Die Seeleute schlachteten hier ein Tier, dass ihnen gehörte und schenkten es Gott. Danach machten sie Gott Versprechungen. Mit dem Opfertier zeigten sie, wie ernst sie es meinten.
Die SuS suchen sich eine Stiftfarbe aus, die ihrer Meinung nach am besten zur Geschichte passt. Es können auch mehrere Stifte sein. (Die Definition der einzelnen Farben wird an die Tafel geschrieben)
Rot = Wut, Kraft, Liebe
Gelb = Freude, Glück
Grün = Ermutigung
Blau = Ruhe, Sicherheit, Vertrauen
Weiß = Frieden, Sauberkeit
Schwarz = Trauer
Grau = Gerechtigkeit, Gelassenheit
Nun kann sich darüber ausgetauscht werden, warum sich für diese Farbe entschieden wurde.
• Jona merkt, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Was kannst du tun, wenn du merkst, dass du etwas falsch gemacht hast?
• Wie fühlt sich das an, wenn du einen Fehler eingestehen musst? Hast du so etwas schon erlebt? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?
• Was hilft dir, für dein eigenes Fehlverhalten Verantwortung zu übernehmen? Welche Erfahrung hast du damit schon gemacht?
• Wen kannst du in so einem Moment um Hilfe bitten?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du Verantwortung für dein Fehlverhalten übernommen hast.
Oder
Etwas zum Thema Konsequenzen erzählen:
Nur eine Person auf diesem Schiff hat etwas falsch gemacht - und trotzdem betrifft es eine ganze Mannschaft von Seeleuten und ihr Schiff. Beinahe gehen alle samt Schiff unter. Jona hätte versuchen können, die anderen zu beruhigen. Er hätte behaupten können, dass er nichts falsch gemacht hat. Aber er übernimmt Verantwortung. Er spürt: Ich habe Schuld auf mich geladen. Einer muss dafür geradestehen, damit der Rest gerettet wird. Der einzige Weg von diesem Schiff runter bedeutet: ab ins Meer. Vermutlich ist sich Jona sicher, dass er sterben wird. Im Sturm mitten im Meer stehen die Chancen nicht besonders gut. Trotzdem zögert Jona nicht. Auch den Seeleuten fällt das hier nicht leicht. Aber, als sie tun, was Jona sagt, legt sich der Sturm sofort. Die Seeleute merken: Jonas Gott gibt es wirklich. Sie fangen an, an Jonas Gott zu glauben. Obwohl Jona auf ganzer Linie versagt hat, kann Gott noch Wirken. Hier schon einmal ein Ausblick: Jona stirbt nicht! Seine Geschichte geht weiter. Sein Auftrag ist noch nicht erfüllt. Gott rettet ihn spektakulär, denn er hat noch etwas mit Jona vor! Trotz krummer Wege, trotz Versagen, Schuld und stürmischen Zeiten kommt Gott ans Ziel mit Jona, mit dir und mir - auch heute noch!
Im Video „Jona und der grenzenlose Gott(1)“ geht es um weitere Gedanken zum Bibeltext (Minute 22:15-26:03):
https://www.youtube.com/watch?v=PdtSj1ljRVQ
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