Dienstag, 20.10.
Nehemia 5,1-6: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Die Unzufriedenheit im Volk der Juden entsteht durch ungleiche wirtschaftliche Bedingungen. Wer an der Mauer mitarbeitet, hat keine Zeit, zu arbeiten und Geld zu verdienen oder sich um die Felder zu kümmern. Es kommt zu Streitigkeiten, weil die Armen sich immer mehr verschulden müssen, um zu überleben, während die Reichen im Volk diese Situation armer Juden ausnutzen. Diese soziale Ungerechtigkeit und Notlage werden zum Problem, dem Nehemia gegenübersteht und für das er eine Lösung finden muss (Verse 9-11), um den Mauerbau nicht zu gefährden. Er erinnert alle an Gottes Regeln zu diesem Thema (3 Mose 25,35-42).
Gemeinsam mit den SuS mit der Methode Erklären über den Bibeltext reden.
Mögliche Begriffe:
• Unzufriedenheit
• Getreide
• Geld leihen
• Weinberg
• König
• Sklaven
- Die ärmeren Juden werden ungerecht behandelt und fühlen sich ausgenutzt. Warum? Wie wehren sie sich?
- Was wäre eine gerechte Lösung?
- Wie reagierst du, wenn du von Unrecht erfährst?
- Was machst du, wenn du ungerecht behandelt wirst oder dich ausgenutzt fühlst? Was kannst du tun? Wer kann dir helfen?
- Wie kannst du andere darauf aufmerksam machen, dass sie ungerecht handeln?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du ungerecht behandelt oder ausgenutzt wurdest, aber auch Hilfe erlebt hast.
Oder
Etwas zum Thema Ausnutzen erzählen:
Die reichen Juden nutzen die Situation der armen Arbeiter hier beim gemeinsamen Mauerbau schamlos aus. Und das, obwohl geregelt war, dass man genau das nicht tun darf. Zinsen (extra Leihgebühren für geborgtes Geld) zu verlangen oder die Situation anderer in Not ausnutzen, gehört nicht zu den Verhaltensweisen, die Gott gut findet. Gott hatte seinem Volk Israel, nachdem er sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hatte, klare Regeln gegeben (3 Mose 25, 35-42). Die reichen Leute damals haben nur auf sich geschaut und wollten selbst möglichst viel für sich haben. Das passiert heute auch noch. Es ist verlockend, eine Situation für sich selbst zu nutzen und einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen. Aber letztendlich tut es mir und anderen nicht gut. Ich möchte versuchen, das nicht zu tun. Ich will darauf hinweisen, wenn andere ungerecht behandeln werden und mich dafür einsetzen, dass wir uns gegenseitig helfen und unterstützen, z.B. durch praktische Hilfe oder ausleihen und teilen, was mir möglich ist . Ob es mir heute gelingt, nicht auf meinen Vorteil bedacht zu sein und mit dankbarem Herzen so anderen zu begegnen? Mit Gott an meiner Seite kann es gelingen.
Der Poetry Slam Worte haben Macht erinnert uns daran, wie wichtig Kommunikation für ein gelingendes Miteinander ist.
https://www.youtube.com/watch?v=jDtUkjnOsfk
Bibellesebund Deutschland
Lockenfeld 2
51709 Marienheide
Telefon 02261 54958-0