Mittwoch, 01.07.
1 Samuel 1,1-6: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Zur Zeit von Elkana gab es noch keine Nachnamen. Deshalb wurden immer die Namen der Vorfahren genannt, damit alle wussten, wer gemeint ist und um welche Familie es geht. Damals war es möglich, dass ein Mann mehrere Frauen hatte, was aber immer wieder zu Konflikten führte.
Für Frauen war es wichtig, Kinder zu haben, was ihnen Ansehen gab. Kinderlos zu sein, galt als eine Schande und Strafe von Gott.
Es wurden Tiere geopfert. Das heißt: Ein Tier wurde zum Schlachten zum Priester gebracht und dann auf einem Altar verbrannt. Durch das Opfer wurde gezeigt: Gott ist mir wichtig. Einen Teil von dem Fleisch des Tieres wurde bei bestimmten Festen z.B. Erntedank zusammen mit der Familie gegessen.
Die Hauptarbeit der Priester war der Gottesdienst im Heiligtum. Damals gab es noch keinen Tempel, sondern nur ein besonderes Zelt, die Stiftshütte.
In diesem Text gibt es viele „Stolpersteine“: Dinge, die nicht leicht zu verstehen sind oder Fragen aufwerfen. Sammelt sie an der Tafel und beantwortet sie anschließend. Danach könnt ihr den Text nochmals lesen.
• Hanna bekam das beste Stück Fleisch. Wie findest du das?
• Wie findest du es, dass Peninna Hanna ärgert?
• Warst du schon mal neidisch auf jemanden? Wie ist das?
• Was hilft gegen Neid?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der gleiche Behandlung eine Rolle spielt.
Oder
Etwas zum Thema Unfair erzählen:
Hanna konnte keine Kinder bekommen. Ihr Mann hatte sie aber trotzdem sehr lieb und gab ihr das beste Stück Fleisch. Peninna sah das, ärgerte sich und machte sich über Hanna lustig. Ob sie neidisch war?
In dieser Geschichte gibt es viele Menschen, die rufen könnten: „Das ist unfair!“ Hast du das schon mal gesagt und es wurde trotzdem nicht fairer? Wenn wir selbst dafür sorgen, dass es fairer werden soll, wird es oft nur noch schlimmer. Zum Beispiel, wenn wir jemandem etwas heimzahlen, weil wir uns ungerecht behandelt fühlen.
In den nächsten Tagen geht die Geschichte weiter und ihr werdet sehen, wie Hanna damit umgeht, was sie als nicht fair erlebt. Sie sagt es direkt Gott. Gott mag es auch nicht, wenn es ungerecht zugeht. Und er will helfen, wenn wir ihn um Hilfe bitten. Er sagt, dass wir niemandem etwas heimzahlen sollen, auch wenn das manchmal ganz schön schwierig ist. Was dann hilft? Wir können ihn fragen, ob er uns eine gute Lösung für eine Ungerechtigkeit zeigt und wir dürfen ihm unser Herz ausschütten. Das tut gut.
Gemeinsam mit den SuS das Video zum Thema Wenn Neid alles blockiert ansehen.
https://www.youtube.com/watch?v=-AquoTSNRMU
Bibellesebund Deutschland
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