Donnerstag, 16.07.
1 Samuel 13,7b-14: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Ein Opfer meint eine Gabe, die Gott (oder Gottheiten) dargebracht wird, aus Dankbarkeit oder mit der Bitte um Frieden oder Vergebung von Schuld.
Die Opferhandlung durfte nur der Priester vornehmen. Er kannte alle Regeln und konnte es so machen, wie Gott es im 3. Buch Mose bestimmt hatte
Brandopfer: Das Tier wird komplett verbrannt.
Mahlopfer: (auch Dankopfer genannt) Das Fett des Tieres wird verbrannt und das Fleisch wird gekocht und gemeinsam gegessen.
Gemeinsam mit den SuS mit der Methode Eckenfragen über den Text reden.
1. Saul war ungeduldig - warum? (Hast du auch schon Situationen erlebt, in denen du ungeduldig warst?)
2. Wie ging es Saul, als Samuel auf ihn zukam? (Kennst du solche Gefühle auch?)
3. Was würdest du Saul sagen, wenn du Samuel wärst? (Bist du manchmal auch sehr ärgerlich auf andere? Wie reagierst du?)
4. Samuel sagt zu Saul, dass er nicht mehr lange König sein wird. Was könnte er denken? (Was würdest du an seiner Stelle jetzt tun?)
- Kennst du Situationen, in denen du so große Angst hattest, dass du unüberlegt gehandelt hast?
- Was/Wer hilft dir, wenn du nicht mehr weiterweißt?
- Wann fällt es dir schwer, Gott zu vertrauen? Was könnte dir dann helfen?
- Hast du schon mal erlebt, dass es Gott nicht egal ist, wie es dir geht? Erzähle von der Situation.
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der dich Ungeduld zu vorschnellem Handeln gebracht hat.
Oder
Etwas zum Thema Regeln erzählen:
Für uns ist die Vorstellung, dass Tiere als Geschenk für Gott geopfert wurden, eher fremd. Die Menschen zur Zeit von Saul schlachteten die Tiere und verbrannten sie oder Teile davon, um Gott Danke zu sagen oder um Vergebung zu bitten. Nur die Priester durften Gott opfern nach klaren Regeln. Das hatte Gründe: Gott ist heilig, d.h. besonders. Nicht jeder durfte sich deshalb Gott so einfach nähern. Die Priester waren die Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Das Opfer war nur gültig, wenn es richtig dargebracht wurde. Dafür waren die Priester ausgebildet. Für uns klingt das kompliziert. Und Saul war so ungeduldig, dass er das kurzerhand selber in die Hand genommen hat. Er stellte fest: Das war keine gute Idee. Samuel macht deutlich: Gottes Regeln stehen über dem, was für Saul in diesem Moment wichtig war und was er wollte. Er hat nur gesehen, dass alle Leute wegliefen und das hat ihm wahrscheinlich Angst gemacht. Er dachte, dass er sie bräuchte. Dass das für Gott keine Rolle spielt, hatte Saul vergessen. Das passiert mir auch immer wieder: Meine Probleme nehmen so viel Platz in meinem Denken ein. Dann sehe ich nur noch, was alles schiefläuft und denke gar nicht mehr daran, dass Gott alles im Griff hat. Ich möchte lernen, immer besser darin zu werden, Gott auch in schwierigen Momenten zu vertrauen.
Eine Ermutigung, auf Gott auch in schwierigen Zeiten zu vertrauen, findet sich hier:
https://www.youtube.com/watch?v=scju5OOYyXQ
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