Donnerstag, 15.10.
Nehemia 2,6-10: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Nehemia war als Sohn von Judäern in Persien geboren. Er arbeitete als königlicher Mundschenk des persischen Königs Artaxerxes. Von seinem Bruder Hanani erfährt Nehemia (446 v.Chr.), dass es den Menschen in Jerusalem schlecht geht, da immer noch alles zerstört ist. Vier Monate später bittet er um die Zustimmung des Königs, nach Jerusalem reisen zu dürfen, um die Stadtmauer wieder aufzubauen (Vers 5). Nehemia kommt ca. 12 Jahre nach Esra (458 v. Chr.) nach Jerusalem (445 v. Chr.), um seinen Landsleuten zu helfen.
Die amtlichen Schreiben brauchte Nehemia, um durch andere Länder reisen zu können, ohne angegriffen zu werden.
Die Horoniter und Ammoniter sind Nachbarvölker von Israel und waren dagegen, dass die Stadtmauer von Jerusalem wieder aufgebaut wird. Sie hatten Angst, dass die Israeliten dadurch wieder mächtiger werden könnten.
Gemeinsam mit den SuS mit der Methode Vierfach gedrehtes Kränzlein über den Bibeltext reden.
PUR_Vierfach_gedrehtes_Kränzlein_zvYlAdu.pdf- Der König glaubt nicht an Gott. Was denkst du: Warum lässt er Nehemia trotzdem ziehen?
- Was meint Nehemia mit der gütigen Hand Gottes (Vers 8)?
- Hat schon einmal jemand auf deiner Seite gestanden, von dem du es nicht erwartet hast? Gott hat bei Nehemia eingegriffen. Wie kann Gott heute eingreifen? Wo hast du schon erlebt, dass Gott in deinem Leben eingegriffen hat? Wo wünschst du dir, dass Gott eingreift – wie bei Nehemia?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du in einer Glaubenssache Unterstützung von unerwarteter Seite bekommen hast.
Oder
Etwas zum Thema Gütige Hand Gottes erzählen:
Dass Gott bei Nehemia alles so geplant hat, ist aus unserer heutigen Sicht relativ deutlich. Auch, dass er den König als Unterstützer auf Nehemias Seite stellt. Doch Nehemia war mitten in dieser Situation. Bei jeder Forderung oder Bitte, war nicht klar, was dann kommt. Er wusste nicht, ob der König sie ablehnen würde oder nicht. Deshalb brauchte er Mut. Als er dann die ganzen amtlichen Schreiben und auch noch Bauholz für die Stadtmauer bekam, wurde ihm klar: Das hier ist kein Zufall. Gott hat alles vorbereitet. Hier greift gerade Gott ein. Das finde ich bemerkenswert. Ich bin schnell darin, Situationen als glückliche Zufälle abzutun. Erst viel später merke ich oft, dass Gott da seine Hände in so vielen Momenten im Spiel hatte. Ich will im Alltag mehr darauf achten, wo ich Gottes Wirken beobachten kann. Dann darf ich sehen und erleben, dass Gott da ist und es gut mit mir meint. Seine Möglichkeiten sind groß und viel besser, als ich es mir vorstelle. Mit Gott und seinem Eingreifen will ich heute rechnen. Du auch?
Das Gebetslied Güte von Gott erinnert daran, dass wir Gottes Güte immer wieder erleben können:
https://www.youtube.com/watch?v=sLqegZ7O-Ts&list=RDsLqegZ7O-Ts&start_radio=1
Bibellesebund Deutschland
Lockenfeld 2
51709 Marienheide
Telefon 02261 54958-0