Montag, 12.10.
Nehemia 1,1-4: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Nehemia („Der Herr hat getröstet“) war Mundschenk am persischen Königshof. 445 v. Chr. reist er mit Genehmigung des Königs nach Jerusalem.
Susa liegt im heutigen Iran und heißt Schusch.
Das jüdische Volk war seit 597 v. Chr. in babylonischer Gefangenschaft. Nur Menschen aus unteren Schichten waren im Land geblieben. Ab 538 v. Chr. kehrten immer wieder Juden in die Heimat zurück. Allerdings lebten alle dort unter beschwerlichen Bedingungen, oft in Trümmern. Die Stadt Jerusalem war ohne Stadtmauer und den Feinden damit ausgeliefert. Nehemia möchte Abhilfe schaffen.
Kislew ist der neunte Monat des religiösen und der dritte Monat des jüdischen Kalenders (November/Dezember) Beim Fasten wird auf Essen und Trinken verzichtet, um ein Anliegen Gott gegenüber ernsthaft zu unterstreichen, und um sich ohne Ablenkung auf Gott zu konzentrieren.
Gemeinsam mit den SuS mit Post-its über den Bibeltext reden.
Plus-Minus-Post-its_rnTdCMa.pdf- In welcher Lebenssituation ist Nehemia? Wie würdet ihr seine Lebenssituation bewerten (Beruf, Sicherheit, Ansehen …)? Wie ist eure Lebenssituation dazu im Vergleich? Was ist anders?
- Was beschäftigt Nehemia? Worüber macht er sich Gedanken? Was beschäftig euch? Worüber macht ihr euch Sorgen?
- Wie geht Nehemia mit seinen Sorgen um? Was löst das bei ihm aus und wozu führt das bei ihm? Was können wir von Nehemia lernen, wenn wir Sorgen haben?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du mit deinen Sorgen (um andere) zu Gott gekommen bist. Was hast du erlebt und was hat sich verändert?
Oder
Etwas zum Thema Sorgen bei Gott abgeben erzählen:
Oft mache ich mir Gedanken um andere in schweren Situationen. Sie selbst wissen oft nicht, wie sie da rauskommen oder was ihnen wirklich helfen kann. Ich fühle mich hilflos, weil ich nichts verändern kann, oder auch nicht weiß, was jetzt wirklich gut für die andere Person ist. Nur weil ich denke, dass etwas gut wäre, muss das für den anderen noch lange nicht gut sein. Solche Situationen belasten mich. Mir tut es gut, meine Sorgen bei Gott abzugeben (1. Petrus 5,7). Das mache ich, indem ich Gott im Gebet sage, was mich belastet. Auch, wenn dadurch nicht alles sofort gut ist, kann ich mich darauf verlassen: Gott hat den Überblick und weiß, was und wer helfen kann. Er weiß auch, wann die richtige Hilfe dran ist. Nehemia ist hier mein Vorbild, weil er das Anliegen von Hanani ernst nimmt, es nimmt ihn mit, wie schlimm die Situation in Jerusalem ist. Gleichzeitig versucht er nicht, selbst die Situation zu lösen. Er redet anhaltend mit Gott, der wirklich helfen kann. Das finde ich beeindruckend. So möchte ich auch für andere beten und dranbleiben – auch heute.
Das Lied Lege deine Sorgen nieder ermutigt uns, mit unseren Sorgen zu Gott zu kommen.
https://www.youtube.com/watch?v=ldDoTtXucLo&list=RDldDoTtXucLo&start_radio=1
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